JAPAN
Das Kirschblütenfest O-Hanami ist die Zeit, in der Japaner sich unter Kirschbäumen treffen um die Rückkehr des Frühlings und die Vergänglichkeit des Lebens zu feiern (da die Blüten so schnell blühen, wieder verblühen und zur Erde fallen). Es ist auch die Zeit der Partys, des Trinkens und des Singens.
Ein Wandergitarrist in Kyoto's Maruyama Koen Garten singt Yu-no-machi Erejii [das Klagelied der heißen Quellen], eine sehr populäre, 1948 geschriebene Ballade.
Text: Toshio Nomura, Musik: Masao Koga.
Izu no yamayama tsuki awaku
Der Mond beleuchtet schwach die Berge von Izu
Akari ni musebu yu no kemuri
Der Dampf der heißen Quellen weint im Licht
Aa, hatsukoi no
Ach, meine erste Liebe
Kimi wo tazunete koyoi mata
Um dich zu suchen kam ich heute Nacht erneut hierher
Gitah tsumabiku tabi no tori
Ich spiele auf meiner Gitarre, ich bin wie ein rastloser Vogel
Kaze no tayori ni kiku kimi wa
Die Leute sagen, dass du
Ideyu no machi no hito no tsuma
Mit einem Mann aus der Kurstadt verheiratet bist
Aa, aimite-mo
Ach, selbst wenn wir uns treffen könnten
Harete katarenu kono omoi
Könnte ich dir nie meine Gefühle offenbaren
Semete todoke-yo nagashi-uta
Ich wünschte, du könntest wenigstens meinen Gesang hören
Awai yu no ka mo roji-ura mo
Der schwache Duft der Quellen und die kleinen Gassen
Kimi sumu yue ni natsukashi-ya
Stimmen mich nostalgisch, weil du hier lebst
Aa, wasurarenu
Ach, ich vergieße Tränen der Sehnsucht
Yume wo shitaite chiru namida
Über einen unvergesslichen Traum
Koyoi gitah mo musebi-naku
Und auch meine Gitarre weint heute Nacht
Später wird im Verlauf des Fests das traditionelle Volkslied Sakura [Kirschblüten] angestimmt. Eine Version davon lautet:
Sakura - sakura - noyamamo satomo
Kirschblüten, Kirschblüten. Auf den Bergen, in den Dörfern
miwatasu kagiri
So weit das Auge reicht
kasumi-ka kumo-ka - asahi-ni niou
Sie gleichen dem Nebel oder den Wolken.
Sie duften in der Morgensonne
sakura - sakura - hanazakari
Kirschblüten, Kirschblüten.
In voller Blüte



